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Doposcuola - Nachhilfestunden für Migrantenkinder

Doposcuola - Nachhilfestunden für Migrantenkinder

1972
unbekannt
Schweizerisches Sozialarchiv

Die Kinder von italienischen Migranten bekamen noch in den 70er-Jahren in der Schule wenig Unterstützung - diese war auf die Einwanderung von Kindern nicht vorbereitet worden.

Für die Migrantenkinder war das Fortkommen in der Schule nicht einfach, unter anderem waren sie gefordert durch insgesamt 4 Dialekte und Sprachen in ihrem Umfeld. Vielen drohte ein kompletes Schulversagen

In Frauenfeld gründeten deshalb 1974 Private eine Doposcuola und gaben Nachhilfestunden in einem Gemeinschaftslokal. Mehrere Jugendliche und ältere Frauen engagierten sich für die Kinder und Jugendlichen und gewannen Einsichten in Milieus, die sie bis dahin kaum kannten. Ich übernahm damals die Rolle der Organisation und gab auch selbst Stunden - mit unvergesslichen Begegnungen.

Gleichzeitig machte die Gruppe Vorstösse auf Gemeindeebene, um die Stadt Frauenfeld zur Unterstützung zu bewegen. Mit Erfolg - nach einigen Jahren wurde das Angebot von der Stadt Frauenfeld aufrechterhalten.

An diese engagierten und beherzten Personen denke ich jeweils sehr gerne, wenn ich heute erwachsene Italiener und Italienerinnen kennenlerne, die nach einem Abschluss in einer Fachhochschule beispielsweise in der Informatik arbeiten...

Bild: Das Stilbild stammt auf dem Film "Lo stagionale" (1972) von Alvaro Bizzari. Fotograf unbekannt/Signatur: Sozarch_F_5002-Fx-006

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  • Renata Roveretto

    Guten Tag Herr Heinz Loser,

    lieben Dank für das Teilen von einem grossartigen Beispiel von Solidarität, welche Heutzutage wirklich und ganz Einfach nicht mehr Fehlen darf. Egal für welches Kind und von woher es kommt. Viel wichtiger ist dass Es nicht nur eine Landessprache lernt, jedoch Dazu noch die Sprache der Solidarität, für Welche wir Alle mit Bestimmtheit noch Nachhilfestunden gebrauchen könnten.

    Mit freundlichen Grüssen Renata

Heinz Looser
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27 Juni 2023
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